04.05.2020

Pflegetipps für Furnier: So bleiben Furnieroberflächen dauerhaft schön und edel

Bonn. Möbel mit echten Furnieroberflächen aus Holz wissen zu begeistern. Damit sie ihr einzigartiges und attraktives Aussehen auch dauerhaft behalten, müssen auch sie hin und wieder gepflegt werden. In der Regel sind Möbel mit einem Oberflächenschutz versehen, der sie vor Verunreinigungen schützt. Wenn sie dann aber doch mal eine Reinigung nötig haben, gibt es einiges zu beachten, damit die schönen Furnieroberflächen nicht beschädigt werden, rät die Initiative Furnier + Natur e. V. (IFN).

So wie bei dickem Massivholz gibt es auch bei Furnier grundsätzlich versiegelte und offenporige Oberflächen. Leichte Verschmutzungen auf offenporigen Furnieroberflächen, wie Staub oder der gerade so viel anfallende gelbe Pollenstaub, können problemlos mit einem weichen Tuch entfernt werden. Wichtig ist hier: Das Tuch sollte trocken und vor allem richtig sauber sein. Ansonsten könnte die Oberfläche in Mitleidenschaft gezogen werden. Verboten sind dabei Mikrofasertücher, da sie die Oberfläche im Mikrobereich zerkratzen können. Milchpolituren sind erlaubt, allerdings muss ihr Auftrag dünn und mit dem Staubtuch erfolgen.

Bei versiegelten Furnieroberflächen kann ein feuchtes Tuch zum Einsatz kommen. Feucht bedeutet dabei nicht nass! Mit dem feuchten Tuch muss die verunreinigte Stelle sehr vorsichtig abgerieben werden. Anschließend sollte die Stelle umgehend mit einem weichen Tuch ohne Druck trocken gewischt werden. Insbesondere bei Kaffee-, Tee-, Alkohol- und Obstflecken gilt es schnell zu handeln, damit keine unschönen Spuren zurückbleiben. Bei säurehaltigen Flüssigkeiten sollte die gereinigte Stelle anschließend mit einem feuchten Fensterleder nachgewischt werden. Auch lackierte Furnieroberflächen dürfen nicht mit Mikrofasertüchern gereinigt werden, da ihre die Fasern die furnierte Oberfläche beschädigen können. Möbelpolituren auf Milchbasis sollten nur dann verwendet werden, wenn die lackierten Oberflächen wieder einen perfekten Glanz bekommen sollen. Zur Reinigung von Furnieroberflächen völlig ungeeignet sind bleichende Zusätze (z. B. Zitrone) wie auch alle anderen Reinigungs-, Putz- oder gar Scheuermittel.

Furnieroberflächen lassen sich gut reparieren
Kleinere Kratzer und Schrammen in der Furnieroberfläche gehören zu den ganz normalen Gebrauchsspuren. Wenn man sie aber trotzdem beseitigen will, können sie mit Hartwachs im Holzfarbton gefüllt, beigeschliffen und anschließend mit dem passenden Lack oder einer Lasur überzogen werden. Abgelöstes Furnier kann mit Holzleim wieder befestigt werden. Furnierte Parkettböden können genauso wie Dielenböden mit speziellen Holzfußbodenreinigern gesäubert werden. Aber auch hier sollte auf einen nicht zu nassen Wischlappen geachtet werden.

Initiative Furnier + Natur (IFN)
Die Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V. wurde 1996 von der deutschen Furnierwirtschaft und ihren Partnern gegründet. Heute wird sie von europäischen Unternehmen aus der Furnierindustrie, dem Handel und der furnierverarbeitenden Industrie sowie Fachverbänden der Holzwirtschaft getragen. Ziel des Vereins ist die Förderung des natürlichen Werkstoff-Allrounders Furnier.


Bild: Mit ein bisschen Pflege bleiben Furnieroberflächen dauerhaft schön. Foto: IFN



Bild: Mit ein bisschen Pflege bleiben Furnieroberflächen dauerhaft schön. Foto: IFN