Zuschneiden und Fügen von Furnier

Die einzelnen Furnierblätter werden entsprechend dem gewünschten finalen Furnierbild zusammengefügt. Dieses Zusammensetzen oder Fügen erfolgt mittels unterschiedlicher Techniken.

Beim Stürzen werden die Furniere so ausgewählt und zusammengesetzt, dass sich zwei Blätter spiegelbildlich gegenüberliegen (ähnlich einem geöffneten Buch, daher im Englischen „bookmatch“). Die spiegelbildliche Wirkung tritt besonders hervor, wenn lebhaft gemaserte Furniere ausgewählt werden. (Als einfaches Stürzen wird das Auseinanderklappen eines von zwei im Furnierstapel übereinander liegenden Furnierblättern um eine Längs- oder Querfuge bezeichnet. Entsprechend werden beim doppelten Stürzen jedes zweite von vier übereinander liegenden Furnierblättern um eine senkrechte und waagerechte Fuge geklappt. So entstehen Furnierbilder mit Kreuzfugen, die auch diagonal verlaufen können.)

Das Schieben (auch Ziehen) führt zu einem insgesamt ruhigeren Furnierbild. (Beim Verschieben werden die im Furnierstapel übereinander liegenden Blätter ohne Umdrehen vom Stapel genommen und aneinander gereiht. Als Ergebnis entsteht eine Wiederholung der Furnierstruktur ohne Symmetrie.)

Abschließend werden die Furnierblätter verklebt (= gefügt), entweder mit dem Zick-Zack-Klebeverfahren (die Furnierblätter werden mit einem Leimfaden verbunden. Dieser wird im Durchlauf wechselseitig auf beide Furnierblätter gebracht.) oder sie werden stumpfverleimt (die Längsseiten der Furniere werden mit Klebstoff benetzt und verklebt).

Stürzen
Stürzen
Verschieben
Verschieben
Kopfstürzen
Kopfstürzen
gefügte Furniere
gefügte Furniere, Quelle: Kiefer Furnier + Design GmbH und Co. KG